Künstlerischer Werdegang

Heidelberg

Unterricht in der Öl-Malerei

Anfang der 1970er Jahre lernte ich bei Bernhard Epple, Heidelberg, Kopf-, Figur- und Aktzeichnen und nahm Unterricht in Ölmalerei. Gregor Scheer führte mich in die Technik der Radierung und des Kupferdrucks ein, Fred Vosseler in den Siebdruck. Nach einigen Experimenten wurde mir klar, dass das Malen mit Ölfarben für mich am besten geeignet ist, meine inneren Bilder auszudrücken und umzusetzen.

Salzburg

 Erlernung der Öl-Lasur-Schichtentechnik

Dann nahm mich Arik Brauer in seine Malklasse auf. In Salzburg erlernte ich 1982 bei Brauer, bedeutender Vertreter der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ (E. Fuchs, R. Hausner, W. Hutter u.a.), die Öl-Lasur-Schichtentechnik. Hierbei werden auf eine Acryl-Untermalung mehrere hauchdünne Ölschichten lasierend aufgetragen. So entsteht eine intensive Leuchtkraft der Farben, eine Tiefe und Plastizität.
Arik Brauer vermittelte nicht nur sehr kompetent die Maltechnik, er lebte und liebte die Kunst, half uns Malschülern geduldig, freundlich und fröhlich. Und manchmal griff er zur Gitarre und sang uns, während wir malten, eines seiner wunderbaren Lieder vor.

Schichtentechnik

Beibehaltung der Technik

Der von Arik Brauer gelehrten Schichtentechnik, die eine moderne Variante der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Altarmalerei ist, bin ich bis heute treu geblieben. Fast alle meine Werke sind mit dieser Technik entstanden.

Im Kapitel „Entstehung eines Gemäldes“ wird die Schichtentechnik an einem Beispiel erklärt.

Gelegentlich aquarelliere ich auch oder verwende Mischtechniken, arbeite mit zerrissenem und teils angezündetem Papier, das ich mit Farbstiften und Aquarellfarben bearbeite.

Beschreibung

 meiner Malerei

Mein Malstil lässt sich am besten als „Poetischer Realismus“ beschreiben. Ausgehend von der sichtbaren Realität interpretiere ich das Motiv.

Eine fotorealistische Wiedergabe reizt mich nicht. Die Verfremdung kann durch die Veränderung des Lichts oder die ungewohnte Perspektive, das Weglassen oder Hinzufügen von Kleinigkeiten entstehen – schon wird das Gewohnte in neuer Dimension sichtbar, das Alltägliche kann einen magischen Touch erhalten und bis ins Phantastisch-Surreale gehen.

Inspiration

meiner Malerei

Meine Inspiration beziehe ich zum Teil aus der Kunstgeschichte. Mich beeindrucken griechische Tempel, römische Wandfresken, die Renaissance und die Deutsche Romantik. Manchmal spiele ich mit Motiven aus der Kunstgeschichte. An Böcklins „Toteninsel“ beeindruckte mich das Mystische, aber das Gemälde war mir zu todesdüster. Also malte ich die „Lebensinsel“ im Sinne einer fröhlichen Mystik. Das Gemälde ist auf der Startseite dieser Homepage zu sehen.

Auch von meinen Reisen bin ich beeinflusst. Landschaft und Kultur rund um das Mittelmeer und der Orient haben mich schon immer fasziniert. Griechenland, Italien, Jordanien, Syrien, Libanon, Jemen, Oman, Iran gaben mir Inspiration, ebenso Bali.
Gelegentlich reizen mich Heidelberger Motive. Mich interessiert auch hierbei die Möglichkeit zu phantasievoller Umsetzung, die nicht die sichtbare Oberfläche wiedergibt, sondern die Atmosphäre, den Zauber eines Ortes vermittelt. Poetischer Realismus eben.